USA 1993
Diesmal der
Westen

Köln - London - Los Angeles - Joshua Tree N.P. - Buckeye - Organ Pipe N.M. - Tucson - Old Tucson - Williams - Grand Canyon N.P. - Four Corners - Monument Valley - Moab - Arches N.P. - Cedar City - Zion N.P. - Bryce Canyon N.P. - Las Vegas - Hoover Dam - Death Valley N.M. -Bishop - Yosemite N.P. - Sequoia N.P. - Squaw Valley - San Francisco - Santa Maria - Los Angeles - San Diego - Los Angeles - London - Düsseldorf

Unsere Tour:

 

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1.Tag
Wir schreiben das dritte Schütt´sche USA-Jahr. Diesmal ist nach dem Zipfel der Ost-Küste, die West-Küste unser Ziel. Am Tag vor unserem Abflug haben wir bei BA (British Airways) schon mal Plätze reserviert und so hatten wir auf beiden Flügen Fensterplätze. Der Bord-Service war gut und die Zeit verging sprichwörtlich wie im Flug. In der 1. Klasse sah es übrigens wieder "unter aller S.." aus. Ankunft, Immigration und Zoll in Los Angeles haben wir sensationell schnell erledigt. Zwischen Landung und dem Verlassen des Airports vergingen gerade mal 30 Minuten. Als USA-erfahrener heißt das: Wahnsinn!!!!  Bei der Vermietstation wollte der Angestellte uns davon überzeugen, besser nicht das Cabrio zu nehmen, das wir uns dieses Jahr gegönnt hatten. Er hatte Bedenken, dass wir unser Gepäck nicht unterkriegen. Eigentlich hatte er Recht, denn der Kofferraum des Ford-Mustangs gleicht eher einem etwas größeren Handschuhfach als einem Kofferraum. 
 Aber wir erklärten ihm, dass wir den Inhalt unseres Koffers einfach nur so im Kofferraum verstauen und den eigentlichen Koffer dann auf die Rücksitzbank legen. Wenn man sich schon auf ein Cabrio gefreut hat, lässt man sich nicht so einfach davon abkriegen. Nach der gegenseitigen Überzeugungsarbeit, die wir gewonnen hatten, ging es zum Hyatt-Airport-Hotel. Anita im Hyatt-Hotel Los Angeles beim Schreiben unseres Tagebuches
Gediegen, aber man gönnt sich ja sonst nichts.
2.Tag:
Am Morgen des zweiten Tages im dritten Schütt`schen USA-Jahres haben wir L.A. verlassen und nach zwei Urlauben im platten Florida festgestellt, dass es in Amerika Hügel und Berge gibt. An der Windkraftanlage bei Los Angeles vorbei Richtung Joshua-Tree N.P.. haben wir erfahren, was Hitze heißt. Im Joshua Tree N.P. haben wir uns zunächst für $20 einen "Golden Eagle" gekauft, ein Ausweis, der berechtigt, alle NP der USA zu besuchen. Der Ranger sprach uns in gebrochenem Deutsch an und erzählte, dass seine "Old Lady" aus Deutschland kommt. Wir sollen ihn aber nicht bei ihr verraten, insbesondere seine Aussage über die "Old Lady" , Er wünschte uns noch einen schönen Urlaub und weiter ging unsere Fahrt, aber nicht ohne unser Cabriodach zum ersten mal  per Hand zu öffnen. So genossen wir dann "oben ohne" die ganze Pracht des National Parks. Eine sehr interessante Landschaft, die uns immer wieder an Jack Arnold`s Film "Tarantula" erinnerte. Nach dem Verlassen des Park haben wir dann mit viel Kraft und Mühe unser "Dächle" wieder geschlossen, man will sich ja nicht am ersten Tag schon einen Sonnenbrand holen. Schleierhaft war mir, weshalb ein ansonsten gut ausgestattetes Auto kein elektrisches Dach aufweist, wo doch  den Amerikaners die Bequemlichkeit und der Komfort bereits in die Wiege gelegt werden. Quasi, die Elektrik schon im Blut haben.
Unser Weg führte uns weiter durch die Wüste und irgendwann fokussierten meine Augen auf einen bis dahin noch nicht entdeckten Schalter mit der vielversprechenden Aufschrift "Top". Zunächst säuerte meine bessere Hälfte ein wenig bei der Befürchtung, das Dach wieder mit viel Kraft zu öffnen und zu schließen. Mit jeder Sekunde des "Top"-Schalterdrückens wurde auch ihr Gesicht "top" vor Freude über den über uns hinweggleitenden (Dach-)Himmel. Anita in unserem Mustang, jetzt erstmalig "oben ohne" elektrisch! 
Yeaaah, der Urlaub scheint -zumindest was das Dach angeht- gerettet.
Bis Buckeye sind wir noch gefahren und haben dort ein Motel genommen. Übrigens, zum Thema "Hitze": Abends um neun Uhr waren es noch an die  40°C und das Wasser aus der Wasserleitung des Motel war selbst nach längerem Laufenlassen sehr warm bis heiß. Erfrischung aus der Leitung? Nein! So jetzt aber ab ins Bett.
3.Tag:
Heut ging es zunächst zum Organ Pipe N.P. Der Park war irgendwie nicht so der Knüller. Die Saguaros, die den Hauptanteil der Kakteen stellten, waren teilweise schon bizarr und durchweg interessant. Ansonsten erschien uns der Park, der hauptsächlich aus einer langen Straße besteht, die zum Grenzübergang nach Mexico führt, eher monoton.  Die anschließende Fahrt durch das Indianer-Reservat war da schon viel interessanter und hatte mehr schöne Landschaft und Vegitation zu bieten als der National Park. Die Fahrt führte uns bis nach Tucson, wo wir heute Station machen. Übliche Abendroutine: Motelsuche, essen und schreiben. Jetzt geht´s mal wieder ins Bett. Morgen gibt es bestimmt wieder viel zu sehen.
4.Tag:

Dienstags war  im ZDF schon immer Western-Tag und so sahen wir uns (diesmal aber live)  bei Manolito, John Wayne und Co. um. 
 
Die Liste der in "Old Tucson" gedrehten Filme würde das Western Programm des Fernsehens über Jahrzehnte und für Generationen sichern. Nichts Berauschendes für den, der nichts mit dem "Wilden Westen" am (Cowboy-)Hut, aber ein Muss für jeden Western- oder Filmfan Wegen des heißen Wetters (knapp 40°C) sind wir fast "auf den Felgen" gegangen. Anschließend ging die Fahrt durch eine traumhafte Gegend mit Saguaros Richtung Williams. Als wir dort ankamen, regnet es in Strömen. Gerade noch das letzte Zimmer bekommen. Die Vermieterin wies darauf hin, dass es leider keine Dusche hätte und wir es uns erst einmal anschauen sollen, bevor wir es nehmen. Tja, zwar keine Dusche, aber dafür hat es eine Badewanne, was uns noch lieber ist. Also, Zimmer genommen. Noch ein bisschen was gegessen und jetzt wird geschlafen.

5.Tag:
Heute ging es zum Grand Canyon. Zuerst sind wir zum Airport gefahren, um dort einen Helicopter-Rundflug zu buchen. Flug und Canyon waren atemberaubend. Der Eindruck, den man gewinnt, wenn der Hubschrauber langsam über den Rand des Canyons schwebt, ist unbeschreiblich. Der Pilot war auch "ganz cool drauf". Er fragte, ob es unser erster Hubschrauberflug sei. Nach dem alles brav und erwartungsvoll nickten, führte er sein Piliten-Witzchen fort: "Well it`s also the first fly for me..."  Trotz seines goldigen Humors hat er uns sicher geflogen. Leider dürfen die Hubschrauber nicht tief in den Canyon reinfliegen, aber auch so war es ein unvergessliches Erlebnis. Wieder am Boden ging unser Weg ins IMAX-Theater, in dem wir uns einen beeindruckenden Film über einer riesigen Leinwand über diese "kleine Schlucht" angesehen haben. Und dann war es soweit: Wir standen am Rand des Canyons und waren eine ganze Zeit nur noch sprachlos. Naja, man kennt ja die Entstehungsgeschichte des Grand Canyons, aber wenn man den Canyon livehaftig so sieht kann man sich einfach nicht vorstellen, dass dieser "kleine Fluss" unten im Canyon DAS ALLES erschaffen hat. Meine Kamera hatte nun keine Ruhepause mehr. Die Kamera zog die Diafilme durch als hätte cih eine Filmkamera. Die ersten Spanier, die den Grand Canyon entdeckten, behauptete, dass hier wohl nie mehr ein  Mensch hinkommen wird, weil es unbrauchbares Land ist. Sie irrten gewaltig.  Ich behaupte, wer dies gesehen hat und nicht ein Laben lang daran denken wird, lügt. Man erkennt sehr schnell, wie klein, winzig und unwichtig wie Mneschen doch sind in der schier unendlich scheinenden Weite dieses Naturwunders.
Nachmittags ging unsere Fahrt dann weiter. Wir wollten zum Übernachten noch bis Kayenta fahren. Das Problem war nur, dass es kein Zimmer mehr für uns gab. Gestresst, hungrig, verärgert und etwas verkracht fuhren wir dann durch die Nacht und entdeckten viele Kilometer (sorry: Meilen) vom Ursprungsort entfernt am Ende der Road ein Licht: Es war eine Tankstelle mit einem kleinen Motel, das noch einige wenige Zimmer frei hatte. (Dies änderte sich jedoch schnell, innerhalb von etwa 20 Minuten waren alle Zimmer belegt)  Wir checkten ein  und schon trat das erste Problem auf: Der Schlüssel passte nicht. Also, zurück in den Laden und den Schlüssel umgetauscht. Erfolgreich das Zimmer bezogen trat das nächste Problem auf: Klimaanlage funktioniert nicht. Also, wieder in den Laden. Die Angestellte wies darauf hin, dass die Chefin gleich mal selber schauen kommt. Die kam dann auch und führte uns in die Geheimnisse dieser Aircondition ein: Man musste nur das Fenster im Bad ein kleines Stück aufmachen und schon funktionierte alles wunderbar. Das ist kein Joke: Aufgrund der Windzirkulation zwischen Badezimmerfenster und dem Schornstein in der Mitte des Zimmers hat man dann eine Klimaanlage.
Unsere Nachtruhe haben wir uns jetzt redlich verdient.
6.Tag:
Nachdem wir recht früh aufgestanden sind, haben wir uns auf den Weg nach "Four Corners" gemacht. Es ist die einzige Stelle der Vereinigten Staaten, wo vier Bundesstaaten zusammentreffen. Hier konnten wir gleichzeitig in Arizona, Utah, New Mexico und Colorado stehen. Ein beliebtes Motiv. Anschließend sind wir nach Monument Valley gefahren. Die 17 Meilen der Loop haben wir in dreieinhalb Stunden hinter uns gebracht. Ein Eindruck, den wir ebenfalls nicht vergessen werden: Erstens ist es einfach toll, zweitens hat man von Auto über Klamotten bis hin zum Körper überall roten feinen Sand. Menschen im Monument Valley verkümmern zum Nichts.
Auch hier begann der Verschluss der Kamera fast zu glühen. Anschließend sind wir nach Moab gefahren, wobei Anita diesmal gefahren ist. Sie war kaum 5 Meilen hinterm Steuer und schon wurde sie von der Polizei angehalten und kontrolliert. War nur eine allgemeine Verkehrskontrolle. Auch in Moab haben wir wieder länger nach einem Motelzimmer gesucht, sind dann aber doch noch fündig geworden.
7.Tag:
Zunächst sind wir durch den Arches N.P.gefahren und haben dort sogar drei Spaziergänge (fast schon Wanderungen) gemacht. Als erstes waren wir am längsten Bogen der Welt (Landscape Arch). Das zweite mal gingen wir durch ein Felslabyrinth (Fiery Furance) und beim dritten mal führte uns der Weg zu der Fensterabteilung (North & South Window). Das rote Gestein des Arches war schon sehr beindruckend und gab einen herrlichen Kontrast zu dem wolkenlosen Blau des Himmels.(Wieder Glühen im Verschluss der Kamera!)  An der dritten Station haben wir auch noch verrückte, etwas wild angezogene Amerikaner fotografiert, die sich allerdings dann als Deutsche entpuppten. Nachmittags sind wir noch bis Cedar City gefahren.  Abends sind wir dann zum Essen bei Sizzler gewesen. Sehr empfehlenswert - wird uns wiedersehen.
8.Tag:
Morgens ging es zunächst zum Zion N.P. Eigentlich wollten wir an verschiedenen Stationen Wanderungen (kurze!!!) machen. Aber schon an der ersten Station wurde aus der kurzen Wanderung eine zwei- bis dreistündige Flusswanderung. Nach einer Meile endete der normale Weg und wir sind durch den Virgin River gewandert. Eigentlich wollte wir ja gar nicht (Kamera kann nass werden, Papiere im Wasser verlieren, falsche Kleidung....). Es gab viele Argumente dagegen und eines dafür: Wir hörten einem Amerikaner zu, der seinen Leuten nach vollzogener Flusswanderung, von der Schönheit und Einzigartigkeit des Wasserfalls berichtete, den er in einiger Entfernung den Fluss entlang entdeckt hatte. Er sagte, es sei der schönste Wasserfall, den er je gesehen hat.
Damit verblassten alle Gegenargumente. Wir durchwanderten den Fluss. Anfänglich bis zu den Knöcheln, dann bis zu den Knien und an einer Stelle bis zur Brust. Unser Überlebensgepäck trugen wir, wer kennt die tolle Reklame von der Camel-Trophy nicht, über den Köpfen.

Ach ja, es gab einen Wasserfall (...Rinnsal). Offensichtlich hatten wir den feinen Humor und die Ironie des Amerikaners nicht erkannt, Gott sei Dank ! Der anschließende Bryce Canyon hat uns ebenfalls super gefallen. Sehr bizarr, farblich imposant, aber nicht so gigantisch und kolossal wie der Grand Canyon (sonst hieße er ja auch nicht so). Sonnenuntergang am Bryce Canyon erlebt und natürlich bildlich festgehalten. Bis wir am Motel waren, war es schon ziemlich spät und entsprechend müde sind wir jetzt. Also dann,  bis morgen.

9.Tag
 Am Vormittag sind wir in

 
Las Vegas

 angekommen  und haben uns in dem "intimen" Hotel "Circus-Circus" eingecheckt.  Dass auch 2800 Zimmer noch gemütlich sein können, sieht man im Vergleich zu "The Mirage".    Kurze Foto-Session über den Strip und wir wussten: 

Die Amis sind verrückt!  

Gigantische Hotelbauten, ausgefallen, interessant, grell. Hauptsache man sieht es. Nach einem kurzen Erfrischungs-   haben wir einen Ausflug zum Hoover Dam unternommen. Von einem Sammelparkplatz aus ging es mit einem Shuttle-Bus (School-Bus) zum Dam(m). Der Besuch war sehr interessant, aber sehr kurz, da die Temperaturen abartig hoch waren. Abends zweite Sight-Seeing-Tour zum größten Gift Shop der Welt (siehe auch Florida, wo wir letztes Jahr ebenfalls den "größten Gift-Shop der Welt" gesehen haben),    illuminiertes Las Vegas bestaunt und beschaut und ganze 10,- Dollar verspielt.

  Konzentriertes Spiel am einarmigen Banditen.
Glücksserie blieb aus, Pech im Spiel......
                                        
10.Tag
Die Spiele und die Nacht noch  im Leib, mit nur vier Stunden Schlaf im "Circus" gut gefrühstückt! Lange Zeit auf der Fahrt nach Death Valley offen gefahren, was gut auszuhalten war. 
             Bad Water ist mit -80Meter die tiefste Stelle der Vereinigten Staaten.
Am tiefsten Punkt (Bad Water) haben wir bei heißem, aber erträglichen Wetter einen kurzen Gang zum ausgetrockneten Salzsee gemacht. Nach der Rückkehr verschwanden die Wolken und die Temperaturen schnellten innerhalb von Sekunden in die Höhe. 
              Anita bei Bad Water bei mehr als 40Grad.
Nach Verlassen des tiefsten Punktes hatten wir immer noch 46°C, für hier keine ungewöhnlichen Temperaturen, für uns fast "umwerfend" - unbeschreibbar. Nach der Fahrt haben wir ein nettes Motel mit extrem-anti-death-Valley-temperiertem Pool gefunden. Kurzes, -sehr kurzes- Schwimmen.
11.Tag
Die Fahrt führte uns in den Yosemite National Park, der einer der beliebtesten und somit leider dann auch eben einer der überfülltesten National Parks der Amerikaner ist. Landschaftlich ist er wirklich  schön, erinnerte uns jedoch an typisch europäische, bzw. deutsche Wälder. Die Wasserfälle haben uns sehr gut gefallen. Nach der ersten Runde durch den Park, die nur 90 (!) Meilen gedauert hat, sind wir wegen des massenhaften Andrangs spontan weitergefahren und zwar statt nach San Francisco zum Sequia National Park. Traumhaft schön dieser Park und im Vergleich zum Yosemite leer. Imposant der General Sherman, der größte Baum der Welt (wenn er es noch ist). 
                 Nervosität beim Rückwärtsfahren auf den Autolog, einer Straße, die über einen umgefallen Baum führt.
Auto Log (man konnte einen umgefallenen Baum "befahren" und Tunnel Log (Tunnel durch Mammutbaum) waren sehr ausgefallen und haben uns gut gefallen. In Squaw Valley haben wir ein sehr nettes -und auch einziges- Motel gefunden. Erinnert stark an Bates Motel. Konnten nicht mit Karte zahlen(!), weil die Besitzerin nur Bargeld nahm. Das verwahrt sie dann in einer alten Zigarrenkiste auf. Innereinrichtung des Motelzimmers im Gegensatz zu sonst sehr schön und eigentlich in unseren Augen recht modern. Das ganze Motel besteht übrigens eher aus Barackenbauten denn ein Haus
12.Tag
Von Squaw Valley aus sind meine Squaw und ich Richtung San Francisco gefahren, zukünftig nur noch SF genannt. Das Wetter wurde merklich kühler und nebliger. Zunächst sind wir zum Pier 39, nachdem wir im vorgelagerten Örtchen Pacifica ein schönes und gediegenes Motel mit "Ocean-View" angefahren hatten. Die ehemalige Gefangenen-Insel Alcatraz musste leider ausfallen, da die Fahrten bis Freitag (2 Tage später) ausgebucht waren. Stattdessen sehr schöne Alternativfahrt mit dem Schiff  gemacht. Anschließend Golden-Gate-Bridge, Oakland-Bay-Bridge und San-Mateo-Bridge befahren. Danach Lombard Street, die angeblich kurvenreichste Straße der Welt zweimal befahren...
Die kurvenreichste Straße der Welt bot schon für "Ein toller Käfer" eine brühmte Kulisse.  
und zurück zur Fisherman´s Wharf, "Believe it or not" und "Geisterschloss" besichtigt. Bis auf die Parkhaus-Preise (8,- und 16,- Dollar) ist der Pier sehr schön. Nach dem Sonnenuntergang bei den Robben am Pier 39 wurde es übrigens saukalt.
13.Tag
Der Tag fing früh mit Nebel an, den wir als fotografische Kulisse für die Golden-Gate-Bridge nutzten. Anschließend Cable-Car und nochmals Lombard-Street. Cable-Car war sehr schön und wir sind mehrmals damit gefahren um die Kosten für die Tageskarten zu armotisieren (Gag!). Danach fuhren wir mit dem Lift im World-Trade-Center (nein, nicht das in New York. SF hat auch eins!) hoch. Interessant und vor allem kostenlos (2.Ökonomen-Gag des Tages). Danach haben wir in der Steiner Street, die wir durch Anitas Plan sofort gefunden haben, die Victorianischen Häuser angesehen. Zufälligerweise genau dort geparkt, wo die bekannten Aufnahmen entstanden sind. Steiner Street, häufiges Motiv im TV, aber in den Reiseführern kaum zu finden.
Am Nachmittag erst mal geruht und dann zum Essen gegangen (KFC). Anschließend der Squaw erklärt, wie man den Motelschlüssel trägt, ohne ihn drei Etagen runter zu schmeißen.
14.Tag
Der Tag bestand aus Fahren, Fahren, Fahren. Die "traumhaft schöne" Küstenstraße von S.F. in weiterer Richtung nach L.A, der berühmte "Highway No.1",  war nur bedingt traumhaft schön, weil das Wetter trotz unserer wüsten Beschimpfungen und Flüche sich nur hin und wieder besserte. Insgesamt gesehen war´s aber  doch recht nett, obwohl der Tag sehr schnell verging. Besonders die reiche Tierwelt hat uns gut gefallen. In Santa Maria haben wir Station gemacht und uns im "Motel 6" eingenistet. Das Zimmer ist recht sauber aber etwas karg. Anschließend waren wir bei Sizzler und Olive´s Garden Schlangestehen und dann bei Taco Bell essen.
15.Tag
Fahrt von Santa Monica über Malibu nach L.A. (Kelly Bundy übersetzte es mit "Long Island") Die Fahrt war zunächst recht bewölkt, deswegen bei Malibu nur Sand eingesammelt ( aber noch genügend übrig gelassen). Anschließend durch das "heiße" Viertel zum Motel gefahren, was uns ein wenig entschädigt hat. Einer der besten Motels, die wir je hatten. Anschließend haben wir in L.A. vergebens versucht, Karten für "Phantom of the Opera" zu bekommen. Nachdem wir  unsere Buchung für das Motel in der kommenden Woche festgemacht hatten, sind wir bei "Jack in the box" Essen gegangen. In diesem Teil von L.A. sind Touristen wohl noch etwas besonderes, zumal wenn sie aus Deutschland kommen. Jedenfalls waren wir die Attraktion in dem Laden und wurden nicht nur sehr freundlich bedient, sondern standen der Bedienung für viele Fragen über "Old Germany" Rede und Antwort. Das Essen war übrigens sehr gut.
16.Tag
Um 7Uhr haben wir während der Fahrt unserem  black-coffee geschlürft. In Sea-World unser Pflicht-Programm absolviert (Shamu 2x - Dolphin - Ski,Ski,Ski - Windows to the sea - and so on). Die Shows (Tribünen) sind ein gutes Stück kleiner als in Florida, aber insgesamt hat uns alles ganz gut gefallen. Bei einer Show  fehlte anschließend die angebliche (!) Wasserorgel. Bei einer anderen ging zum Schluss nicht die Leinwände hoch, damit man ins Becken schauen kann. Sonst aber o.k. Neben vielen Bildern haben wir uns noch Shamu im Becher (Souvenir)  und Sonnenbrand mitgebracht.
P.S. Im Gegensatz zu Seaworld-Florida gab es hier für die Squaw leider keinen Cheese-Hot-Dog.
17.Tag
Vom Motel aus sind wir direkt in den Zoo von San Diego gefahren. 
Der Bus war eine gute Ausgangslage, die weitere Tour zu Fuß zu planen.
Zunächst haben wir eine Rundfahrt mit dem doppelstöckigen Cabrio-Bus durch das ganze Gelände gemacht. Anschließend haben wir die Exkursion zu Fuß vertieft, wobei ein Höhepunkt die von Anita so sehnlichst erwünschten Koala-Bären waren. Diese zeichneten sich bei unserem zweimaligen Besuch dadurch aus, dass sie zu schlafen pflegten. Ihr ganzes Energiepotential für den heutigen Tag schienen sie in einem einmaligen kurzen Aufwachen und Umschauen zu vergeuden. Anschließende Fahrt "nach Hause" in unser neues altes  Motel.
18.Tag
Und wieder wurde ein Herzenswunsch von meiner Squaw erfüllt, offensichtlich steht  die Woche unter dem Motto "Herzenswünsche von Anita". Wir waren bei Knott´s Berry Farm, dem angeblichen Zuhause von Snoopy. 
 Snoopy war tatsächlich gerade zu Hause, freute sich sehr über unseren Besuch, war erstaunt, dass wir aus Germany kamen, und wünschte sich für das nächste Mal sehnlichst deutsche Schokolade. 
Anita lernt endlich Snoopy "persönlich" kennen.
Als Schokoladen-Fan kann ich nur sagen: "Recht hat er!". Trotz aller Liebe zu "unserem" Amerika, es gibt Gebiete, in denen sich die Amerikaner verdienter gemacht haben als in der Herstellung von Schokolade. 
Aber zurück: Eigentlich ist die Knott´s Berry Farm nur ein Vergnügungspark, aber das hatten wir auch genügend. Beeindruckend waren die beiden Achterbahnen mit einer wahnsinnigen Beschleunigung (wie ein Zäpfchen) und die persönliche Dusche (like Kongo River Tour) auf anderen "Rides".
19.Tag
Von unserem Stamm-Motel aus sind wir ca. 60 Meilen (davon einige im Stau) zu dem verzauberten Berg gefahren (Magic Moutain). Es ist ein Six-Flaggs-Vergnügungspark der sich eigentlich nur aus einer Art von "Rides" zusammensetzt: ACHTERBAHNEN! Dort haben wir und teilweise ich alleine (schon wieder die Erfüllung eines Herzenswunsch von Anita, an einigen Fahrten nicht teilzunehmen) einige Achterbahnen ausprobiert. Imposant: Colossos, die längste Achterbahn der Welt, die wahnsinnige Psycho (Achterbahn aus Holz) und Free Fall, der freie Fall aus etlicher Höhe. Nach vielen "Rides" und einigen "Halswirbel-Anbrüchen" haben wir das Land der Gehirn- und Wirbelsäulengeschädigten verlassen. Insgesamt muss festgestellt werden: Eindrucksvoll aber anstrengend.
20.Tag
Ausganglage wie in den vergangenen Tagen: vom Stammotel wieder losgefahren, doch diesmal zu den  Universal Studios. Am Abend zuvor festgestellt, dass Universal schon um halb acht öffnet. Um viertel vor acht dagewesen und festgestellt, dass sie heute bereits um sieben Uhr aufgemacht haben. Doch die "Frühe" hat gerade so gereicht und war unser Trumpf. In der ersten Zeit haben wir soviel wie möglich gemacht, denn ab zehn Uhr war die Hölle los und bei einzelnen Attraktionen gab es Wartezeiten von bis zu 90 Minuten. Am besten hat uns die etwa einstündige "Roundtour" gefallen, mit Magnum´s und Inspector Columbo`s Auto, Earthquake und Kongfrontation. Auch die einzustürzen drohende Brücke war super und hat doch wieder gehalten. Leider konnte man die Attraktionen nur einmal machen. Wahnsinnig (da ist es wieder) war auch Backdraft, bei dem man meinte, in ein Flammenmeer zu stürzen. Kann das von Disney noch überboten werden?
21.Tag
Heute haben wir also die Disney-Trilogie komplettiert
Harry in Donald Duck`s  Cabrio.
(DisneyWorld 1991/1992, Euro-Disney 1992, Diney-Land 1993)
 Die Rides kannten wir ja schon aus den anderen Staaten und Kontinenten: "Pirats of the caribien", "Startours", "Big Thunder Mountain", and so on. "Splash Mountain" (flotter Wasserbob) war für uns neu und gut. Michale Jackson alias"Captain EO" erleidet im gleichnamigen 3D-Spektakel bereits zum vierten mal die Bruchlandung, wir folgen daraus: wer gut tanzen kann, muss nicht gut fliegen und denken können. Die elektrische Parade erschien uns länger als in Orlando ohne dass sie langweilig erschien. Wir haben sie uns gleich zweimal angesehen. Das Feuerwerk konnten wir im Vergleich zu Florida diesmal sehr gut sehen. Das war schön, sehr schön, aber geradezu lächerlich im Vergleich zum jetzigen "Fantasmic": Feuerwerk, Laser, Explosionen, Live-Show einfach unbeschreibbar. Ich behaupte, schon viele Feuerwerk-Events gesehen zu haben, aber "Fantasmics" schlägt alles!
22.Tag
Nachdem Disney gestern ja "schon" um 1Uhr geschlossen hatte und wir nach allen "Rides" erst nach 2Uhr geschlafen haben, sind wie heute erst gegen 10Uhr "auf den Mustang" gekommen. Unser heutiger Ritt ging nach Hollywood, zunächst zum Rodeo-Drive (den ich mir zumindest etwas pompöser vorgestellt hatte - ich glaube die Chausselese bietet da mehr), dann Hollywood-Boulevard (wo war Julia Roberts?) und Chinese-Mann-Theatre. Guten Einkauf (Deal) im Souvenier-Shop getätigt. 
                       
Beim Bestaunen eines sehr auffälligen Autos haben wir den unerhört bekannten Schauspieler Dennis Woodruff (keine Ahnung, wer das ist) kennen gelernt. Er nutze sein Auto als Werbefläche für sich selbst, frei nach dem Motto: Wer hat eine Rolle für mich? 
Anschließend haben wir uns mit der geplanten Dia-Session selbst ein Denkmal gesetzt: das "Köln-Schild" vor "Hollywood". Und dann gings auf die Suche nach einer Stelle möglichst nah dran an die berühmten  Buchstaben "HOLLYWOOD". Wer die Kino-Werbung für "Annonce" kennt, weiß was wir vorhatten. Dort schmiss ein mitgenommener Anhalter im Cabrio das Schild "Holywood" vor dem Schriftzug "Hollywood" aus dem Auto. Wir wollten es anders: das "Köln"-Schild sollte rausfliegen. Auf der Suche nach einer günstigen "Location" gerieten wir auf Privatbesitz und plötzlich kam einer der Anwohner auf uns zu. "Das gibt bestimmt Ärger", dachten wir, aber verkehrt gedacht. Er gab uns den freundlichen Hinweis doch noch eine Kurve weiterzufahren, denn dort hätte man den besten Blick überhaupt. Und was sollen wir sagen: Er hatte recht. Jetzt sind wir wieder im Motel und der Pool wartet.
23.Tag  
Heute waren wir bei der Queen - nicht Elisabeth sondern Mary. Riesengroß liegt dieses Schiff in Los Angeles und es ist sehr interessant, darauf herum zu laufen. Die eine Hälfte des Schiffs wird übrigens als Hotel genutzt. Eine neue Tasche mussten wir heute auch noch kaufen, weil unsere Koffer durch die Hitze wohl eingelaufen sind. Koffer sind jetzt auch schon gepackt und wir werden doch langsam traurig, dass wir morgen wohl doch wieder los müssen.
24.Tag  
Wir sind schon früh am Flughafen gewesen, haben eingecheckt und sind dann noch mal an den Strand von Santa Monica gefahren. Wenigstens waren wir jetzt mal mit den Füßen im Pazifik. Jetzt ist der Urlaub wieder vorbei. Wir haben schon Pläne für das nächste Jahr geschmiedet, denn eins ist wohl sicher: Das war nicht der letzte USA-Besuch. Bis bald, hier oder dort...

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